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Narben in der Seele – Narben im Gehirn

Münstersche Forscher weisen Langzeitfolgen von Kindesmisshandlung mittels Magnetresonanz-Tomografie nach                                                              Münster (upm), 09. Dezember 2011

Laut dieser Studie leiden Menschen, die als Kind misshandelt wurden, meist ihr Leben lang unter den seelischen Folgen. Demnach haben Erwachsene, die als Kind Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung erleiden mussten, ein erheblich höheres Risiko, an psychischen Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen zu erkranken. „Wissenschaftler vom interdisziplinären Otto-Creutzfeldt-Zentrum für kognitive – und Verhaltensneuro-wissenschaften der Universität Münster haben nun erstmals gezielt die Langzeitfolgen von Misshandlungserlebnissen mittels Magnetresonanz-Tomografie (MRT) untersucht. Die Daten zeigen, dass die Folgen von Gewalterfahrungen im Kindesalter noch Jahrzehnte später in den Gehirnen der Betroffenen nachweisbar sind.“

In einer Mail von einem Gewaltberater aus der Schweiz wurde ich auf diese Untersuchung hingewiesen und ebenso wie ihn haben mich die Ergebnisse erschüttert und traurig gemacht. Und doch ist es gerade auch für uns, die wir mit Tätern/Täterinnen arbeiten, wichtig, über die Folgen von Gewalt und Misshandlung zu wissen. Es zeigt uns immer wieder auf, wie wichtig wir sind, wie bedeutend unsere Arbeit nicht nur für die TäterInnen ist, sondern besonders auch für die Opfer. Täterarbeit ist auch Opferschutz!

Wolfgang Brandt
Gewaltberatung/ Tätertherapie Hildesheim

konflikt-gewaltberatung-hildesheim.de

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